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Die Geschichte der Funktechnik wird in Wien bewahrt.

Eine kleine Gruppe von Enthusiasten bewahrt in Wien im 4. Bezirk die Geschichte der Funktechnik, im Besonderen die des Amateurfunks aber auch die der Entstehung des Rundfunks und alles was damit in Zusammenhang steht.
Vielen Funkamateuren ist sicher der Begriff „QSL-Collection“ bekannt. Auf Infotafeln in der Eisvogelgasse 4 in Wien 6., dem Standort des Wiener Landesverbandes und des Dachverbandes des ÖVSV und hin und wieder auch in der QSP wird über die „ QSL-Collection“ (Dokumentationsarchiv Funk) berichtet. Doch was dahinter steckt, durfte ich letztens bei einem Besuch kennen lernen. Wolf Harranth, OE1WHC bot mir einen kleinen Einblick in die Aktivitäten.
 
Wer geglaubt hat, dass „ Das Dokumentationsarchiv zur Erforschung der Geschichte des Funkwesens und der elektronischen Medien“ - so der vollständige Name des Vereins, sich mit dem Archivieren von QSL-Karten beschäftigt, kennt nur einen kleinen Teil der umfangreichen Aktivitäten. Aus den Info rmationen auf den QSL-Karten, aus Artikeln der Funk-Presse, aus Veröffentlichungen und Rundfunkbeiträgen werden die relevanten Informationen in einer gigantischen Datenbank zusammen getragen und dort vernetzt.
So kann Wolf die Frage: „Ich kannte einen Funkamateur, sein Name war Hans und er ist im Dezember 1944 gefallen. Er wohnte – glaube ich - bei Wels“ innerhalb kürzester Zeit mit einer umfangreichen Biographie beantworten.
 
Auch staunte ich nicht schlecht, als mir Wolf meine ersten QSL-Karten aus 1979 (damals noch am Nadeldrucker selbst gedruckt) zuerst am PC und dann in natura zeigte.
So werden hier auch alle Ausgaben der OE1M, OE3M und OE8M (ja, so etwas hat es auch mal gegeben), die Vorgänger unserer QSP aufbewahrt. Und wer ältere Ausgaben von Funkzeitschriften sucht, wird hier auch ziemlich sicher fündig.
Doch auch der Zeit vor dem 2.Weltkrieg ist gut dokumentiert. Original-QSL Karten aus den Anfängen des Amateurfunks lagern gut gesichert und konserviert in den Archiven.
Da der Platz in Wien 4., schon lange nicht mehr ausreicht, musste ein Teil der Sammlung bereits in zwei Außenlager übersiedeln. Dort lagert eine unüberschaubare Anzahl von Dokumenten, QSL-Karten, Diplome, Publikationen usw.
Ein Großteil dieser Unterlagen sind inzwischen eingescannt, "verschlagwortet" und in der riesigen Datenbank innerhalb kürzester Zeit auffindbar.
So ist das „Dokumentationsarchiv Funk“ nicht nur eine Informationsquelle für Funkamateure. Auch Wissenschaftler, die sich mit der Geschichte der Funktechnik beschäftigen, nutzen die Archive gerne für ihre wissenschaftliche Tätigkeit.
Neben den gedruckten Dokumenten verfügt das Dokumentationsarchiv Funk auch über eine umfangreiche Sammlung von Tonaufzeichnungen, die im eigenen Tonstudio aufbereitet und konserviert werden. Hier werden alle möglichen Arten von Tonträgern verarbeitet, die Informationen in die Datenbank eingegeben und die Tonauf­zeichnungen konserviert.
In den Präsentationsräumen werden nicht nur die schönsten Stücke präsentiert, sondern die Mitarbeiter halten hier auch Meetings und Präsentationen ab, bei denen die Arbeit des Dokumentationsarchiv Funk gerne den Besuchern vorgestellt wird.
 
"Wir sind die weltgrößte Sammlung von Amateurfunk- und Rundfunk-QSLs, Diplomen, Fotos, Autographen etc. Unser Archiv enthält ca. vier Millionen Objekte, von den Pioniertagen bis in die Gegenwart. Wir sind ebenso ein Museum wie ein Forschungs- und Dokumentationszentrum des Funkwesens."
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So beschreibt das Team sich und seine Arbeit, doch was hier dahinter steckt, erkennt man erst bei einem Besuch vor Ort. Wolf, OE1WHC und sein Team freuen sich über Besucher und laden alle Funkamateure ein, sich einmal selbst ein Bild von der Arbeit des Dokumentationsarchiv Funk zu machen:
 
e-mail ........ office@dokufunk.org
tel ............ +43 1 / 501 01 - 160 71 (Bürozeiten, sonst Anrufbeantworter)
fax ........... +43 1 / 501 01 - 5160 71

Der Besucher war: Ing.Gerhard Scholz, OE3GSU

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